Infos von A-Z|Anreise|Kontakt/Bürozeiten|Impressum|Cookies
DeutschItalianoDeutsch

Geschichte

Kurzer geschichtlicher Überblick

Das Gebiet um Terlan ist in klimatischer Hinsicht besonders günstig gelegen. So mag es nicht verwundern, dass hier Spuren menschlichen Lebens außerordentlich weit zurückreichen. Die ältesten Spuren stammen aus der Jungsteinzeit (etwa 2000 Jahre vor Christus). Auf dem Greifensteiner Burghügel wurden im Jahre 1966 einige Tongefäßstücke aus dieser vorgeschichtlicher Zeit gefunden. In Siebeneich beim Pataunerhof wurde 1961 ein Keltengrabstein gefunden. Der Name TERLAN ist urkundlich erstmals 828 n. Chr. als „Taurane" und 923 n. Chr. als „Torilan" erwähnt. Erst im Laufe der Zeit hat sich der heutige Name entwickelt. Im Mittelalter war Terlan Sitz des Gerichtes Neuhaus. Dieses umfasste die heutigen Dörfer Terlan, Andrian, Nals und Vilpian. Die letzte Tiroler Landesfürstin, Margarethe von Görz-Tirol, genannt Margarethe Maultasch, bewohnte wahrscheinlich die Burg Neuhaus ober Terlan. Deshalb ist diese im Volksmund als Ruine Maultasch besser bekannt als unter ihrem eigentlichen Namen „Neuhaus". Im 16. Jahrhundert blühte in Terlan der Bergbau. Abgebaut wurde vor allem Bleiglanz, aus dem man Silber gewann. Durch die geringe Ausbeute wurde der Bergbau später eingestellt. Im 20. Jahrhundert, um 1907, wurden die Gruben in Terlan und Nals nochmals eröffnet. In Terlan-Kreith arbeitete man mit einigen Unterbrechungen bis herauf in die 50er Jahre. Das Silberbergwerk brachte den Terlanern aber großen Wohlstand. Dieser drückt sich vor allem im Prachtbau der Pfarrkirche mit dem kostbaren gotischen Freskenschmuck aus. Auch der Name des vorzüglich mundenden Terlaner Rotweines „Silberleiten" deutet auf die bewegte Vergangenheit hin.

GemeindewappenBeschreibung des Gemeindewappens
Das Wappen der Gemeinde Terlan zeigt in rotem Schild einen frei schwebenden silber/weißen, auf drei zum Tor hin schmäler werdenden Stufen stehenden gezinnten Torturm mit nach außen geöffneten Türflügeln.
Begründung des Wappens
Das Gemeindewappen von Terlan ist identisch mit dem Wappenschild der aus Bozen stammenden, in den Adelsstand aufgestiegenen Familie Niederthor, welche das Gericht Neuhaus (Terlan) von 1382 bis zu ihrem Aussterben 1559 als landesfürstliches Leben innehatte.
Die Wahl des Niederthor'schen Wappenschildes durch die Gemeinde findet auch dadurch eine sinnvolle Bestätigung, als dieses Wappen mit dem Torturm im heraldischen Sinne von Terlan-Törlein auch als ein so genanntes sprechendes Wappen verstanden werden kann.

Trutzige Burgen

Ruine Neuhaus (im Volksmund Maultasch genannt)

Ruine MaultaschSie entstand wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jhs. als Doppelburg, und zwar bestehend aus einer Straßensperre herunten an der Straße und aus der eigentlichen Burg oben auf dem steilen Felssporn. Es lässt sich ursprünglich belegen, dass die Burg bereits im Jahr 1206 bestand und Nova Domus, das neue Haus, genannt wurde. Die Burg hoch über der Straßensperre war ursprünglich sehr klein. In den Jahren 1275/1276 wurde sie während des Krieges zwischen den Grafen von Tirol und dem Bischof von Trient zerstört und erst im Jahre 1320 wieder aufgebaut und in die heute noch erkennbare Form gebracht. Der mächtige Bergfried stammt wohl aus dieser Zeit. Verschiedene Hinweise deuten darauf hin, dass auch die Landesfürstin Margarethe, Gräfin von Tirol und Herzogin von Kärnten - genannt die Maultasch, hier öfters verweilte (dies ist geschichtlich jedoch nicht erwiesen). Den Namen „Maultasch" übrigens soll sie wegen ihres unförmigen Mundes oder ihrer losen Zunge erhalten haben. Wissenschaftlich fundierter scheint jedoch die Annahme, dass Margarethe ihren Beinamen aus der Straßensperre erhielt, die mit römischen Zahlen „malatasca" – die Mausefalle – hieß. Nach der Zerstörung der unteren Burg mit der Straßensperre ging der Name wahrscheinlich auf die obere Burg über und von dieser dann auf die Herzogin Margarethe. Im Jahre 1382 erwarben die Herren von Niederthor zu Bozen die Burg. Sie richteten sie standesgemäß her und ließen allerlei Zubauten errichten. Dieses Herrengeschlecht hatte auch die Verwaltung des Gerichtes Neuhaus inne. Als die Niederthor im Jahre 1479 nach Meran in ihr dort erworbenes Schloss Fragsburg zogen, wurde die Burg Neuhaus nur mehr von einem Baumann (Bauer) oder Pächter bewohnt. Um 1825 soll Neuhaus zwar noch mit Dächern versehen gewesen sein. Angeblich aus Steuergründen hat man dann um diese Zeit die alten Ziegel weggebracht und somit verfiel die Ruine sehr rasch. Sie zeigt heute nur mehr verfallene Mauern. Diese wurden sorgsam restauriert, so dass man sich bei einem Besuch der Burg das Leben zu früheren Zeit noch bildlich vorstellen kann.
Weg zur Burg: steiler Fußweg ab Parkplatz beim Hochseilgarten Xsund, 20-30 Minuten
Alternativ: Ab Dorfzentrum durch die Kirchgasse und über den Margarethenweg hinauf zur Burg und über den steilen Weg zurück zum Ausgangspunkt,  ca. 1,5-2 Stunden.

Ruine Greifenstein (im Volksmund Sauschloss genannt)

Ruine GreifensteinHoch über Siebeneich thront die Burg Greifenstein. Erstmals erwähnt wurde sie im Jahre 1159. Während des Krieges zwischen den Grafen von Tirol und dem Bischof von Trient in den Jahren 1275 / 1276 wurde die Burg zerstört und erst im Jahre 1334 von den kleinadligen Herren von Greifenstein wieder aufgebaut. Doch bereits 1348 wurde sie wieder niedergebrannt. Später gelangte Greifenstein - 1363 neuerlich aufgebaut - an die Herren Starkenberg. Im Jahre 1420, als sich ein Teil des Tiroler Adels gegen den Landesfürsten Herzog Friedrich von Österreich stellte, ließ dieser die Burg belagern und aushungern. Unter den Feinden des Herzogs befand sich auch der Minnesänger Oswald von Wolkenstein. Dieser dichtete den fürstlichen Belagerern ein Kampflied, in dem er sie verspottete. Die Landesfürstlichen konnten die Burg Greifenstein nicht nehmen, aber der Kampf des Adels und des Burgherrn Wilhelm von Starkenberg war inzwischen sinnlos geworden und so entwich der Starkenberger vermutlich durch den Felsspalt im Südwesten der Burg. Die 18 Knechte gaben den Wiederstand auf, als man ihnen freien Abzug zugesichert hat. Heute ist die Burg Greifenstein nur mehr als Ruine zu besichtigen. Die Burg Greifenstein trägt auch den Namen Sauschloss. Dieser Name entstand aus der Sage, die aus der Zeit der Belagerung stammte. So sollen die Verteidiger der Burg in größter Not und Bedrängnis geraten sein, da die gesamten Vorräte aufgebraucht waren. Nur noch ein gut gemästetes Schwein war im Burgkeller. Doch da hatte einer eine Idee. Anstatt das Schwein zu schlachten, warf man es höhnend und lachend über den Burgfelsen hinab, gerade vor die Belagerer hin. Als diese das sahen, verloren sie jeden Mut, denn sie glaubten, dass die Verteidiger der Burg noch unzählig viele Vorräte haben müssen. Schließlich zogen sie ab und somit war Greifenstein gerettet.
Wanderung hinauf zur Burg vom Zentrum Siebeneich aus ca. 1,5 Stunden. Die Ruine selbst kann nur von Geübten erstiegen werden.

Eine tolle Panoramaaufnahme von der Ruine und dem darunterliegenden Etschtal sehen Sie hier.

Das Wetter in Südtirol
Wolkenlos

Heute 16 32

Heiter

Morgen 16 32

© Landeswetterdienst

Webcam
Webcam Terlan
Unsere Partner
Südtiroler Weinstraße Südtirols Süden Südtirol Raiffeisen Terlan